Nordlichter fotografieren

Nordlicht, Polarlicht

Tipps und Tricks Nordlichter

Auch Polarlichter (Aurora borealis) genannt – wirken intensiv und sind eindrücklich. Sie sehen zu können ist ein wunderbares Ereignis, das jede und jeder gerne festhält, um es seinen Freunden zeigen zu können. Und das ist ein Hindernis, das es zu bewältigen gibt.

Tagesgenaue Informationen liefert Aurora Service. Hier findest du auch den KP-Index über Intensität und die Breite des Nordlichtes.

Nordlichter wirken auf uns intensiv, sie sind aber meist lichtschwach. Die Automatik der Kompakt- und Spiegelreflexkameras sind sehr gefordert oder oft völlig überfordert.

Übrigens:
Am 70. Breitengrad und nördlich kannst du fast in jeder klaren Nacht Nordlichter sehen. Je weiter südlich, desto geringer sind Häufigkeit und Intensität. » mehr

Folgende Punkte gilt es zu berücksichtigen:

Vorbereitung ist das A und O
Die Kälte, Luftfeuchtigkeit
Lichtstarkes Objektiv
Einstellungen: Farbtemperatur resp. Weissabgleich; ISO-Einstellung, Fokus, RAW-Format
Belichtungszeit
Stativ

Nun zu den einzelnen Punkten in Kürze!

Vorbereitung ist das A und O
Erkunde den Ort, wo du fotografieren wirst. Nimm die Einstellungen an der Kamera vor, beachte die folgenden Punkte!

Die Kälte, Luftfeuchtigkeit
Akkus bringen bei Kälte weniger Leistung und lange Belichtungszeiten fressen Strom. Darum müssen die Akkus voll und «warm» sein. Transportiere den Akku nah am Körper, z.B. in der Hosentasche, und setze ihn erst bei Bedarf ein.
Es empfiehlt sich einen Ersatzakku einzupacken.

Die Kamera muss rechtzeitig an die Kälte bis -20 Grad und tiefer «angewöhnt» sein, damit Objektiv nicht beschlagen wird. Bedenke die Luftfeuchtigkeit und Temperatur im Haus!

Lichtstarkes Objektiv
Es wäre leichter, die Belichtung könnte möglichst kurz gehalten werden. Das bedarf eines lichtstarken Objektivs, ein 28mm/f1.4 wäre optimal. Meist ist ein Weitwinkelobjektiv angesagt. Reizvolle Effekte erzielst du mit einem Fisheye-Objektiv. Mit der Kompaktkamera hat man hier keine Wahl.

Farbtemperatur, Weissabgleich
Weissabgleich auf Kelvin 2600 einstellen.

ISO-Einstellung
Bei schwachem Licht machst du bald einen Spagat zwischen Rauschen und Belichtungszeit. Mit einer ISO 400 – 800 fährst du wahrscheinlich gut. Je höher die Empfindlichkeit desto grobkörniger resp. pixeliger wird das Bild.

Fokus
Kamera auf «manuell» einstellen, Autofocus und Bildstabilisator ausschalten, Schärfe auf unendlich einstellen.

RAW-Format
Nimm w.m. das Nordlicht im RAW-Format auf.

Belichtungszeit
Die Blende sollte grundsätzlich möglichst weit geöffnet sein, Blendenwert, z.B. 2.8.
Viele Nordlichter haben bezaubernde Details, diese gehen bei langer Belichtung verloren. Ausprobieren mind mind. 5-15 Sekunden Belichtungszeit. Bei längeren Belichtungszeiten zeichnen die Sterne «Streifen» auf dem Bild.

Blitz hilft bloss, Personen im Vordergrund einzubeziehen.

Stativ
Ein Stativ oder eine stabile Unterlage ist ein Muss, damit du die Verwacklung vermeiden kannst. Zusätzlich sollte der Selbstauslöser der Kamera oder ein Funkauslöser verwendet werden.

Und nun: Wiederholen, ausprobieren!


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