Pindos-Gebirge, Zagori-Dörfer, Königsgräber
Ein Griechenland, das überrascht!
Wir wandern ganz im Norden – näher an Albanien als an Athen. Hier öffnet sich nach 2-3 Std. Fahrt eine alpine, berührend urtümliche Bergwelt aus dichten Wäldern, wilden Flüssen und historischen Steinbrücken, die seit Jahrhunderten die Dörfer verbinden.
Schon bei der Fahrt ragt der Olymp 2917 m auf – ein mächtiges, bis weit in den Frühsommer schneebedecktes Massiv - der sagenumwobene «Thron der Götter». Unser erstes Ziel ist das Pindos-Gebirge, Herzstück der Region Épirus, mit seiner tiefen Stille und unberührten Natur. Den krönenden Abschluss der Reise bilden die Königsgräber von Vergina - UNESCO-Weltkulturerbe - mit den unermesslichen Goldschätzen der makedonischen Könige sowie die weltberühmten Meteora-Klöster in Thessalien, die kühn auf steilen Felsnadeln über der Ebene schweben.
Pindos-Gebirge
Die Natur und die Vielfalt der Landschaft des Pindos können sich mit jedem Alpental messen. Hier sind Berge und Täler noch unberührt von Strassen, Tourismus, Parkplätzen, Bergbahnen. Es gibt kein Waldsterben, sondern eine wunderbare Flora und Fauna. Das Pindos-Gebirge ist die 250 km lange und mächtige, natürliche Wasserscheide beider Meere; dem Ionischen und dem Ägäischen.
Vikos-Aóos-Nationalpark
Schier Gänsehaut bekommt man an den Cliffs der Vikos-Schlucht, an 600-1000m hohen Felswänden. 10 km lang ist die Schlucht mit intakter Natur, artenreicher Flora und Fauna und intaktem Schwarzkiefer-Wald. Die bis 2500 m hohen Berge und die vielen krassen Schluchten waren und sind Schutz vor der Aussenwelt. Zahlreiche alte Bogenbrücken, Brunnen und Klöster weisen jedoch hin auf ein aktives Leben in dieser abgelegenen Bergregion mit 46 Dörfern.
Die Zagori-Dörfer
Geschichte & Widerstandsgeist sind prägende Elemente der Zagori-Dörfer. Durch die isolierte Lage blieben die Bewohnenden stets selbstbewusst und unabhängig. Weder die Osmanen ab 1431 noch die Besatzer im Zweiten Weltkrieg konnten den Eigensinn der Zagóri-Dörfer brechen.
Hintergrund:
- Architektur wie im Tessin
Die 46 malerischen Dörfer liegen versteckt in den Wäldern des Pindos. Die aus Naturstein erbauten Häuser mit ihren wuchtigen Steinplattendächern erinnern stark an die Bauweise im Onsernone- oder Maggiatal. - Einheit heute
Seit 2011 bilden die 46 traditionsreichen Bergdörfer eine gemeinsame Gemeinde.
Das Wunder von Metéora
Hintergrund:
- Spektakuläre Geologie
Bizarre Nagelfluh-Felsen, Steinsäulen und «Elefantenrücken» prägen die Landschaft östlich des Pindos-Kamms. - Abgeschiedenes Mönchtum
Ab dem 9. Jh. suchten Eremiten Zuflucht in Höhlen; ab dem 12. Jh. entstanden die kühnen Bauten auf den Felsspitzen. Heute sind noch 6 der ursprünglich 24 Klöster bewohnt. - Kino-Kult & Overtourism: Das Kloster Agía Triáda erlangte 1981 durch den James-Bond-Film «In tödlicher Mission» weltweite Berühmtheit – mit entsprechend hohem Besucherandrang heute.
Das BergFrau-Erlebnis
Wir gehen dem Touristen-Rummel aus dem Weg, wandernd erreichen wir die beeindruckenden Klöster mit kunstvollen Fresken auf einsamen Wanderpfaden. Der Aufstieg über die in den Fels gehauenen Treppen belohnt mit spektakulären Tiefblicken.
Die Königsgräber von Vergina (Aigai)
Die Fahrt nach Thessaloniki lässt sich perfekt mit einem Stopp bei den Königlichen Gräbern von Aigai im heutigen Vergina unterbrechen. Dort befindet sich das Grab von König Philipp II. Das Museum ist als schützender Grabhügel (Tumulus) direkt über den originalen, intakten Grabkammern erbaut worden. Der griechische Archäologe Manolis Andronikos fand die unberührten Königsgräber im Jahr 1977.
Vergina ermöglicht uns heute einen aussergewöhnlichen Einblick in die antike Hauptstadt Makedoniens. Es ist nicht nur ein archäologisches Wunder, sondern eine der grössten Grabstätten der Welt - neben Mykene, Troja und Ägyptischen - weil hier die bedeutendsten Gräber unberaubt und praktisch unversehrt entdeckt wurden.
Hintergrund:
- Auf Augenhöhe mit dem Tal der Könige
Vergina steht auf einer Stufe mit Troja und Tutanchamun – eine der spektakulärsten archäologischen Entdeckungen der Menschheit! - Epizentrum der Weltgeschichte
Hier schlug das Herz Makedoniens. Hier regierte König Philipp II. und hier wurde sein Sohn Alexander der Grosse gekrönt, bevor er damals die Welt eroberte. - Geheimnis unter der Erde
Im Inneren eines mächtigen Grabhügels liegen die Gräber von Philipp II. und Alexander IV. – verborgen im Dunkeln, von Raubgräbern über Jahrtausende perfekt erhalten. - Machtvoller Goldglanz
In der Stille des unterirdischen Museums rauben uns unermessliche Schätze den Atem. Prunkstücke sind die goldene Larnax: Eine goldene Schatulle mit dem berühmten Stern von Vergina, die die Gebeine des Herrschers enthielt. Der goldene Eichenkranz: Ein filigran gearbeiteter Kranz aus feinstem Goldblatt, der bei den Gebeinen lag.
Thessaloniki
Die zweitgrösste Stadt Griechenlands zieht uns in Bann. Es ist eine lebendige, moderne Stadt mit einer grossen Geschichte. Die Stadt war im Byzantinischen Reich die zweitwichtigste Metropole direkt nach Konstantinopel. Uns bleibt auf dieser Reise nur eine kleine Kostprobe. Einige Tage in der Verlängerung können wir dir empfehlen.
Lebendiges Kultur-Mosaik
Griechenlands zweitgrösste Stadt begeistert durch ihr pulsierendes Leben an der Ägäis und ein reiches historisches Erbe z.B. die Agía Sofía.
Spuren der Jahrtausende
Architektonische Einflüsse des antiken Griechenlands, der Römer, Byzantiner, Venezianer, Makedonier und Osmanen prägen das vielschichtige Stadtbild.
Hintergrund:
- Makedonier & Antikes Griechenland. Die Stadt wurde 315 v. Chr. vom makedonischen König Kassandros gegründet.
- Römer. Bedeutende Spuren prägen bis heute das Zentrum wie der Galeriusbogen, die Rotunda und das Römische Forum.
- Byzantiner. Als zweite Hauptstadt des Byzantinischen Reiches besitzt Thessaloniki zahlreiche UNESCO-Weltkulturerbe-Kirchen und mächtige Festungsmauern.
- Osmanen. Über 400 Jahre osmanische Herrschaft hinterliessen Hamams, Moscheen, das Altstadtviertel Ano Poli sowie das Wahrzeichen der Stadt, den Weissen Turm.
- Venezianer. Die Republik Venedig beherrschte die Stadt nur für eine sehr kurze Spanne von 1423 bis 1430. Anders als auf den Ionischen Inseln wie Korfu, Kreta haben die Venezianer in Thessaloniki kaum prägende architektonische Spuren hinterlassen.
Reiche jüdische Tradition
Die Stadt war über Jahrhunderte ein bedeutendes Zentrum des sephardischen Judentums und galt als «Jerusalem des Balkans». Das prägende Erbe ist bis heute noch sicht- und spürbar.
BergFrau-Tipp
Eine wunderbare Kostprobe der Stadt erleben wir im Rahmen der Wanderreise. Für tieferes Eintauchen lohnt sich eine individuelle Verlängerung um einige Tage sehr!
Voller vieler Eindrücke reisen wir zurück in die Schweiz.
Buchen und Anfragen für Verlängerung und #terrane Rückreise sind willkommen.